- EasyInvoice
- Leitweg-ID: Aufbau, Bedeutung und Verwendung
Leitweg-ID: Aufbau, Bedeutung und Verwendung
Die Leitweg-ID ist eine eindeutige Kennung, die öffentlichen Auftraggebern in Deutschland zugeordnet wird und für die elektronische Rechnungsstellung an Behörden unverzichtbar ist. Ohne eine gültige Leitweg-ID kann eine E-Rechnung nicht korrekt zugestellt werden, da die Rechnungseingangsplattformen diese Kennung zur Identifikation und Weiterleitung der Rechnung an die zuständige Stelle verwenden. In diesem Artikel erklären wir den Aufbau der Leitweg-ID, wo Sie diese finden und wann Sie sie benötigen.
Die Leitweg-ID folgt einem festgelegten Aufbau und besteht aus drei Teilen, die durch Bindestriche getrennt sind. Der erste Teil ist die Grobadressierung, die den öffentlichen Auftraggeber auf oberster Ebene identifiziert. Bei Bundesbehörden ist dies in der Regel eine Kennziffer des Ressorts. Der zweite Teil ist die Feinadressierung, die eine spezifische Organisationseinheit innerhalb des Auftraggebers bezeichnet, etwa eine bestimmte Abteilung oder Dienststelle. Der dritte Teil ist eine Prüfziffer, die der maschinellen Überprüfung der Korrektheit dient. Ein typisches Beispiel für eine Leitweg-ID wäre 04011-12345-67, wobei 04011 die Grobadressierung, 12345 die Feinadressierung und 67 die Prüfziffer darstellt. Die Gesamtlänge kann variieren, da die einzelnen Bestandteile unterschiedlich lang sein können.
Sie benötigen die Leitweg-ID immer dann, wenn Sie eine E-Rechnung an einen öffentlichen Auftraggeber senden. Dies gilt für Rechnungen an Bundesbehörden über die ZRE oder OZG-RE ebenso wie für Rechnungen an Landesbehörden über die jeweiligen Landesportale. Die Leitweg-ID wird Ihnen in der Regel vom Auftraggeber mitgeteilt, häufig bereits im Rahmen der Auftragserteilung oder in den Vertragsdokumenten. Bei Bestellungen über das Kaufhaus des Bundes ist die Leitweg-ID auf der Bestellung vermerkt. Sollte Ihnen die Leitweg-ID nicht vorliegen, fragen Sie direkt bei Ihrem Ansprechpartner in der Behörde nach.
In der XRechnung wird die Leitweg-ID im Feld BuyerReference angegeben. Bei ZUGFeRD-Rechnungen im Profil XRechnung erfolgt die Angabe im entsprechenden XML-Element. Die korrekte Angabe der Leitweg-ID ist eine der häufigsten Fehlerquellen bei der elektronischen Rechnungsstellung an Behörden. Tippfehler, vertauschte Ziffern oder eine veraltete Leitweg-ID führen dazu, dass die Rechnung nicht zugestellt werden kann. EasyInvoice unterstützt Sie bei der korrekten Eingabe und prüft die Plausibilität der Leitweg-ID, sodass Sie Fehler bereits vor dem Versand erkennen und korrigieren können.
Neben der Leitweg-ID sollten Sie bei Rechnungen an Behörden auch die Bestellnummer oder Vertragsnummer des Auftraggebers angeben. Diese Referenznummern helfen der Behörde, die Rechnung dem richtigen Vorgang zuzuordnen und beschleunigen die Bearbeitung. In vielen Fällen ist die Angabe der Bestellnummer sogar verpflichtend und die Rechnung wird ohne diese Information abgelehnt. Halten Sie daher alle relevanten Auftragsinformationen bereit, bevor Sie mit der Erstellung Ihrer E-Rechnung beginnen.
Jetzt EasyInvoice kostenlos testen